Mit 'Willensschwache' wird gemeinhin eine Situation gekennzeichnet, in der jemand wider besseres Wissen bzw. gegen seinen eigenen Vorsatz handelt. Die philosophische Relevanz dieses Alltagsproblems liegt in der damit verbundenen Infragestellung unseres Selbstverstandnisses
als rationale Akteure sowie in der Frage nach den involvierten handlungstheoretischen und psychologischen Erklarungsmustern fur ein solches Handeln. Dieses Buch bietet die erste umfassende Geschichte dieses Problems im antiken und mittelalterlichen Denken, die in vier Teilbereichen rekonstruiert wird:
(1) die akrasia-Debatte im klassischen Griechenland;
(2) das spezifisch christliche Verstandnis der Willenschwache in der Spatantike;
(3) die Konzeptualisierung unwilligen Handelns in der Monastik;
(4) die scholastische Debatte zwischen 'Intellektualisten' und 'Voluntaristen' uber die Grundlagen der menschlichen Freiheit.
Die Studie zeigt sowohl die Entwicklung innerhalb dieser Kontexte an Hand zentraler Autoren als auch deren Verzahnung untereinander auf.
Im Schlussteil werden die historischen Resultate fur die gegenwartige Diskussion fruchtbar gemacht.

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Willensschwache in Antike und Mittelalter
Uitgever:
Leuven University Press Verkoopprijs:
€ 135,00 Aantal pagina's:
816 Uitvoering:
gebonden
maa, 19/10/2009
ISBN-nummer:
9789058677525
Willensschwache in Antike und Mittelalter
Ancient and Medieval Philosophy Series 1
UPL
732
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